IVF – wie der Kinderwunsch zum Wunschkind wird
Bleibt ein Kinderwunsch heutzutage unerfüllt, so ist es in Deutschland nicht ungewöhnlich, auf künstliche Befruchtung zurückzugreifen. Die hierzulande wohl bekannteste Form ist die der In-Vitro-Fertilisation, kurz IVF genannt.
Bei einer IVF werden, nach diversen Voruntersuchungen und Behandlungen, zum Beispiel mit Hormonen zur Stimulation der Eizellenbildung, der Frau die befruchtungsfähigen Eizellen entnommen. Parallel werden vom Partner entsprechend Samenzellen gewonnen. Es wird empfohlen, dass der Mann zu diesem Zwecke etwa vier Tage vor der IVF auf Geschlechtsverkehr und Masturbation verzichtet.
Anschließend wird im Labor jeweils eine Eizelle mit mehreren Spermien in einem Glasbehältnis zusammengebracht, wo auf einem Nährboden die Befruchtung stattfinden soll. Verläuft die Befruchtung positiv, haben sich einige Tage später winzige Embryonen entwickelt, welche nun wieder in die Gebärmutter gebracht werden können. Unabhängig davon, wie viele Embryonen entstanden sind, werden der Frau maximal drei in die Gebärmutter gesetzt.
In den nächsten Tagen sollte sich die Frau schonen und Stress sowie Anstrengungen vermeiden. Den Erfolg der IVF kann man zwei Wochen später mittels Schwangerschaftstest überprüfen.
Bleibt die Schwangerschaft aus, so kann die IVF erneut vorgenommen werden. Zu diesem Zwecke ist es möglich, „überschüssige” Eizellen und Spermazellen einzufrieren, sodass diese nicht erneut entnommen werden müssen.
Andererseits kommt es bei einer künstlichen Befruchtung auch häufig zu einer Schwangerschaft mit Zwillingen oder sogar Drillingen. Die Erfolgsquote, dass aus einer IVF eine Schwangerschaft entsteht, liegt nach 4 Behandlungen bei ca. 70%. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Frau über eine gesunde Gebärmutter und mindestens einen gesunden Eierstock verfügt. Auch eine regelmäßige Periode mit Eisprung ist wünschenswert.
Von der männlichen Seite her werden qualitativ hochwertige und gut bewegliche Spermien vorausgesetzt. Treffen diese Grundlagen nicht zu, wird die IVF in der Regel gar nicht durchgeführt.