Gardinen

Gardinenmode im Wandel der Zeit
Gardinen sind so alt wie die Fenster selbst. Doch stammt der Begriff Gardine nicht von einem aufs Fenster bezogenen Gegenstand ab, sondern wurde von dem im holländischen als „Gordijne” bezeichneten Bettvorhang geprägt. Bekannt sind vor allem weiße halbtransparente Gardinen unter dem Namen „Store”, der wiederum aus dem Französischen kommt und einfach nur so viel wie Decke bedeutet.

Ganz gleich, ob als Gardine oder Stores, die luftigen Fenstervorhänge haben in ihrer langen Geschichte zwar verschiedenste Modetrends mitgemacht, aber ihr Sinn und Zweck ist immer derselbe geblieben: Fenster und Räume zu verschönern, das Licht zu filtern und den Blick von außen nach innen zu erschweren.


Eine lange Zeit galten üppige Gardinen als Zeichen von Wohlstand und Eleganz. Je dichter der feine Gardinenstoff gerafft und je schmuckvoller seine Musterung, umso besser. Bis zur Erfindung bügelfreier synthetischer Gardinenstoffe war die Pflege dieser prächtigen Fenstervorhänge für die Hausfrau ein wahres Martyrium. Sie mussten nicht nur gebleicht, gebügelt und gestärkt, sondern teilweise dabei auch wieder in Form gezogen werden, um wieder so schön auszusehen wie zuvor. Die feinen Gardinenstoffe aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Seide oder wurden vorwiegend gewirkt, aber auch gewebt, geklöppelt oder geknotet. Bestickte Gardinen oder Gardinen aus Plauener Spitze galten und gelten auch heute noch als besonders elegant.

Heutzutage gibt es Gardinen vorwiegend aus synthetischen Textilien, die nicht nur leichter zu pflegen, sondern auch viel preiswerter sind. Wer heute seine Fenster mit dichten Gardinenstores verhängt, gilt fast schon als altmodisch. Der Trend geht immer weiter zu glatten, faltenlosen Gardinenformen wie Schiebegardinen oder kleine Scheibenhänger, die eine variablere Lichtgestaltung im Raum ermöglichen und das Fenster weniger verhüllen, sondern in die Raumgestaltung integrieren.